Kapitel 1: Sommer 2014 Part I

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Ich war lange nicht hier, und eigentlich bereue ich das, weil ich roxystillwrites genau wie seine fiktive Namensgeberin sehr gerne mag. Weil ich ein Autor bin, der viel über seine Texte erzählen kann. Nun ja, Leben ist passiert, und ich habe Posten über Bloggen priorisiert.

Sommer 2014 also.

Mal abgesehen davon, dass es mega-spooky ist, dass David vor einem Jahr mit der Planung des Musicals angefangen hat, herrscht hier noch heile Welt. Cinna und David kommen nach Woodstock, wo sie mittlerweile ein Haus haben (das allerdings nicht von Cinna geplant wurde). Leser der Basis-Geschichte werden sich erinnern, was dieses ganze Woodstock-Projekt symbolisiert und welches Ende damals gefunden wurde.

Das ist alles vergessen. Fatima und Roxy und eine halbwüchsige Zahra sind da – und damit haben wir mehr oder weniger die Hauptakteure dieses Dramas auf einem Haufen.

Ich mag keine Einstiegsszenen, aber die hier war leicht. Es war logisch. Einfach. Ich hatte Roxy und Zahra bereits im Prolog vorgestellt, wollte aber nicht mit der großen Keule von drei neuen Charakteren kommen, als kam Fatima erst hier.

An anderen Figuren erhalten wir außerdem ebenfalls ein Update: Julia, die Älteste der Liljeqvists, hat in der Pause zwischen den Geschichten Zwillinge bekommen! Liz scheint immer noch wie ihr schwer umgängliches Ich. Wenigstens da ist alles beim Alten. Rodene und Duncan geht’s besser als im Prolog; Rodene hat Chemo überstanden und ist putzmunter.

Die Hintergrundrecherche für dieses Kapitel war ein Alptraum, da fast alles, das erwähnt wird, wahr ist. Rodenes Operation, die ComicCon, Davids Besuch der Jazz-Bar, seine Pläne mit Maria Schneider. In Bezug auf die erwähnte Not-OP bezüglich des Herzens bin ich mir mittlerweile nicht mehr sicher, da die Information einem Artikel von Michael Cunningham entstammt – der mehrere Unstimmigkeiten aufweist und vielleicht einfach nur Fiktion ist.

Wäre es bekloppt, wenn David einem Pulitzer-Preis-Gewinner, dessen Buch er mochte, schreiben würde: „Hey, ich hab‘ gesehen, wie du Fiktion und Realität bei The Hours gemischt hast, hast du Lust, ein Jahr nach meinem Tod einen Artikel darüber zu publizieren, wie wir irgendwann in den Jahren zwischen 2004 und 2014 an einem ersten Entwurf für ein Musical gearbeitet haben?“ Ja, weil ohne Randnotiz keiner kapieren würde, dass der Grund, weshalb es sich zeitlich nicht einordnen lässt, der ist, dass es… nicht real ist.

Wäre es etwas, das David Bowie tun würde? Der Mann, dessen Idee eines Aprilscherzes war, einen toten Künstler zu erfinden, in Kollaboration mit einem Autoren eine Biographie über besagten zu schreiben und dann groß zu behaupten, dass „Nat Tate“ maßlos übersehen würde in der Kunstszene – nur um zu sehen, wie zahllose Kritiker so taten, als hätten sie von Nat Tate zumindest gehört? Ebenfalls ja.

Ich glaube nicht, dass die Geschichte wahr ist; es spricht zu viel dagegen. Die zweite Herz-OP ist deshalb vielleicht auch nicht wahr. Ich habe mich aber entschieden, es dennoch mit reinzunehmen. Warum? Weil es mir gelegen kommt. Einfach so. Es macht sich gut an der ein oder anderen Stelle, es erklärt Cinnas latente Besorgnis, was David angeht. Vielleicht erklärt es sogar, weshalb Fatima und Roxy mit Zahra wieder nach NYC gezogen sind.

Am Ende des Kapitels bricht die heile Welt. Cinnas paranoide Befürchtung war berechtigt, und David fährt zurück in die Stadt. Und so fängt ein langwieriger Diagnoseprozess an.

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