Prolog: der verpasste Geburtstag

Irgendein schlauer Autor hat mal gesagt, man solle keine Buchenden schreiben im Sinne von – Prolog und Epilog passen zusammen. Daran musste ich beim Schreiben relativ oft denken, da ich, die den Schluss geschrieben hat und damit kennt, es einfach so passend fand. Auf gewisse Art und Weise.

Nochmal zurückspulen, bitte, denn ich wollte eigentlich nicht im allerersten Kapitel-Post über das Ende sprechen. Nochmal von vorn.

„Aber… warum?“ war ein Satz, der schon existiert hat, ehe ich überhaupt vorhatte, das hier wirklich zu schreiben. Ich weiß gar nicht, ob ich das so laut sagen darf, denn es ist nicht offiziell bestätigt, aber ich traue es ihm zu: David meinte wohl mal zu jemandem, dass es ihn nicht wundern würde, wenn er auf seinem Totenbett läge und stammeln würde „But… why?“. Ohne konkreten Bezug auf irgendwas.

Leider ist nicht so ganz klar, ob es ein Witz war (klingt eher nicht so), oder wie es gemeint war – ob er bis zur letzten Minute immer neugierig und wachsam sein würde, oder, wie ich es interpretiere, nie eine Antwort auf die zentrale Frage gefunden hatte: warum er hier war. Warum ihm dies und das und alles im Leben genau so passiert ist. Wenn man sich anschaut, wie er gearbeitet hat und warum, wird manchmal sichtbar, dass er keine wirkliche Wahl hatte. Er hatte eine gewisse Unruhe, einen Drang, diese Antwort zu finden, und genau das hat ihm dieses Leben beschert: das Songschreiben als Versuch, das Leben zu verstehen, immer und immer wieder, ohne je wirklich komplett alles verstehen zu können. Das war die Art von Emotion, die der eröffnende Paragraph ausdrücken sollte.

In der Geschichte ist es aber gar nicht er, der die Frage aktiv stellt, sondern Cinna. Cinna ist da, wo wir sie erwartet haben – Chefin von Liljeqvist Design – sie arbeitet eine ganze Menge zu viel, als David auf einmal wieder mit dieser David Bowie-Sache anfängt. Es ist Februar 2011. Vergangenen November hat David angefangen, das Album aufzunehmen, das als The Next Day im Frühjahr 2013 erscheinen wird.

Das Skelett dieser Geschichte, wie sämtliche meiner Fanfiktions, beruht mal wieder auf Daten und realen Umständen*. Duh. Ich weiß nicht, warum ich das so mache. Schreiben ist viel Intuition bei mir – das Verstehen kommt später. Ich bin genauso überrascht wie jeder andere auch darüber, dass die Resultate in sich schlüssig sind und wie abgezirkelt scheinen. Ist definitiv nicht so, bis auf die Zeitlinien.

Warum spreche ich das jetzt an? Ist doch eigentlich egal, oder? Mh, jein. Der Einstieg ist da, um zu zeigen, dass die Rückkehr zur Musik und auch das Musical, Lazarus, eben nicht von Krankheit motiviert war. Er war einfach da. Aus Davids Intuition heraus. Cinna macht sich gerne Sorgen, wenn sich Dinge abrupt ändern, und deshalb vermutet sie erst mal etwas dahinter, aber noch ist alles gut.

Wir haben außerdem auch schon ein paar bekannte Gesichter und Schauplätze getroffen – das Hotel ist das gleiche, in dem Cinna und David von den Schlagzeilen erfahren haben (17 – London), Roxy ist immer noch Roxy, und Zahra – Zahra ist ganz schön gewachsen, seit wir sie das letzte Mal gesehen haben, was schließlich am 26.06.2004 war. Deshalb hat sie jetzt auch ihren eigenen Tag-Marker!

Es gibt also von allem ein bisschen – altes, neues. Wir werden sehen, wie sich das alles verträgt.

 

*) Wie üblich stehe ich hoch in der Schuld bei Nicholas Peggs The Complete David Bowie, dessen neueste Auflage um Weihnachten erschien und mich überhaupt befähigt hat, akribisch alle Datumsangaben zu beachten.

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