Auf ein Neues.

Es ist immer etwas seltsam, eine Geschichte zu Ende zu bringen. Es ist, als hätte man vor Jahren einen Menschen getroffen und bei sich aufgenommen, und jetzt bringt man sie zum Bahnhof, wo sie einen Zug irgendwo zu einem neuen Zuhause nehmen werden. Nach Jahren, in denen sie jeden Tag morgens am Frühstückstisch saßen, wenn man aufgestanden ist, sind sie dann auf einmal weg.

Das ist es also gewesen. Am 11.10.2016 schreibe ich schreibe einen wehmütigen Artikel über das letzte Kapitel. Und einen Danksagungspost. Und darüber, wie ich Mitte Dezember alles korrekturgelesen haben werde.

HA! Pustekuchen!

Es ist der 08.01.2017 – und ja, das ist wirklich so, ich tue nicht nur in Retrospektive so, weil ich das Bloggen schleifen habe lassen. Hust. Es ist also Davids Geburtstag, und bleibt 69 wie auf alle Ewigkeit, aber a star is born: ich habe ihn und die ganze irre Truppe einfach so sehr vermisst, dass ich ihnen im November eine Einladung geschickt habe, ob sie uns nicht ab heute besuchen wollen.

Okay, schluss mit der Metapher. Wie schon im November angesprochen – das, was in den achtzehn Monaten vor dem 10.01.2016 abgegangen ist, in einem knappen Post zu erfahren, war hart zu verdauen. Es hat mich auch an persönlichere Dinge erinnert, die ebenfalls noch unausgepackt hier rumliegen, ich meine, wer packt schon gern emotionalen Ballast aus. Aber naja. Muss ja, ne?

Ich schreibe also eine Geschichte über Cinna, und David. Wie schon vor einem Jahr um diese Zeit. Und dem Jahr davor. Und dem Jahr davor-davor. Und sie sind wieder älter, sie sind wieder ein Stückchen weiser, und sie müssen wieder miteinander klarkommen. So spielt das Leben.

Worauf ich mich besonders freue? Nun, die reinen Formalitäten zuerst: es ist mein drittes Romanprojekt. Mein erstes hat vier Jahre zum kompletten Schreiben gebraucht und war viel zu lang. Mein zweites hat nur zweieinhalb Jahre total gebraucht und war deutlich kürzer, aber immer noch länger als die 80,000 Worte, die ich geplant hatte. Third time’s a charm, wenn alles gut geht, werde ich dieses Projekt von November bis etwa Anfang März geplottet, geplant und geschrieben haben. So, wie meine angelegten und noch zu schreibenden Szenen aussehen, werde ich auch nur mein Kontingent von 70,000 bis 80,000 Wörtern brauchen.

Außerdem habe ich zwar die ersten 50,000 Wörter in Word geschrieben, aber dann habe ich hier und da Sachen gelöscht und bereinigt und schließlich das halbwegs überarbeitete Stück, das ich schon hatte, in Scrivener geladen. Das war erst letzte Woche und spontan, aber ich freue mich dennoch darauf, endlich einen Zugang zu dem Programm zu bekommen. Eigentlich habe ich die Lizenz nämlich schon über ein Jahr, weil der Ansatz – Recherche und Geschriebenes auf einem Fleck – mir gut gefiel.

Drittens, und das eigentlich am meisten, freue ich mich aufs Schreiben selbst. Ich freue mich darauf, mit Fatima und Zahra zu schreiben, wozu ich in Angelegenheiten der Familie Liljeqvist nicht gekommen bin; ich freue mich riesig auf das Wiedersehen mit Roxy, Cinna und David sowie mehreren Nebencharaktern und Cinnas generellen Handlungsbogen. Zuletzt freue ich mich, dass ich mich trotz großem Respekt vor dem schwierigen Thema an die Aufgabe gewagt habe und hoffe, dass ich es adäquat behandle. Der Mensch wächst an seinen Aufgaben.

Es gibt übrigens eine Neuerung auf dem Blog, um auf diese Geschichte eingestellt zu sein – nämlich, in gleicher Manie wie 1993 / 1994 und 2003 / 2004 eine 2013 / 2016 Kategorie.

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