Nanowrimo 2016

Absolute Wortanzahl (orange, Haupt-Y-Achse), und der prozentuale Zuwachs nach Tagen aufgeschlüsselt (blau, mit dem vorgesehenen Prozentsatz als hellblaue Fläche)

Hallo, ich bin Ally, und ich habe ein Zeitmanagement-Problem. Der Nanowrimo ist vorbei, und da ich sowas mag, habe ich mir meine täglichen Stände von der Seite heruntergeladen und analysiert. Folgende Punkte sind dabei zu bemerken…

  • Ich habe jeden Tag geschrieben, auch wenn es nur ein Satz war. Das ist nichts Neues – das ist meine natürliche Gewohnheit, seit ich in 2011 das Schreiben zu einem ernstzunehmenden Hobby für mich erklärt habe (mit Ausnahme von einer kurzen Zeit im August 2016).
  • Mein Median waren 1.350 Wörter pro Tag. Das ist nicht schlecht, aber immer noch gute 300 von den durchschnittlichen 1.667 entfernt, die ebenso der Median sein sollten… wenn man eine Person wäre, die ihren Krempel beisammen hat.
  • Ich hatte zwölf Tage, an denen meine Mindest-Wortzahl von 1.667 erfüllt wurde.
  • Mein fleißigster Tag war der letzte (+10,12%). Der zweit-fleißigste der erste (+10,11%).
  • Am Tag mit den meisten getippten Worten habe ich 640 mal mehr geschrieben als an meinem schlechtesten (5061 to 11). Im Idealfall, in dem man jeden Tag gleich viel schreibt, wäre es genau 1.
  • Mein unproduktivster Tag war der zehnte November (11 Worte). Der zweitfaulste der achte (37 Worte). Das war mir nicht bewusst, ehe ich mir die Daten angeschaut habe, aber fand es… interessant. Die beiden Tage sind jeden Monats seit Januar wegen dem 08. und folgenden 10. Januar härter.
    Nur eine Randnotiz: die elf Worte, die ich am 10. November geschrieben habe, sind unter den wichtigsten der ganzen Geschichte.
  • Anstatt für jede 10.000 Worte sechs Tage zu brauchen, brauchte ich:
    • sechs für 10.000
    • acht für 20.000
    • zehn für 30.000
    • fünf für 40.000
    • zwei für 50.000
    • der Median dafür ist zufällig sechs, wie man sieht…
  • Ich schaffte es für neun Tage, über dem aktuellen Soll zu bleiben – und schaffte es nie wieder darüber.
  • Der größte Vorsprung, den ich hatte, waren 4.379 Wörter am Ende des zweiten Tages. Mein größter Rückstand war am 27.11. mit 8.757 Wörtern, die ich bis dahin hätte schreiben sollen.
    • Ich wollte außerdem um den 18. herum aufgeben, nachdem ich über fünf Tage je nur 100 bis 500 Wörter getippt hatte.
    • Ich wollte endgültig aufgeben und mich nicht darum scheren, als wir den 24. hatten
    • Ich erkannte, dass es mir sowas von nicht egal war, ob ich gewann oder nicht, am Abend des 27. Ich hatte ein echt beschissenes Jahr seit dem Ende des letzten Novembers und habe 2016 im Prinzip angefleht, mir das eine Ding zu gönnen.

Zusammenfassend war es eine richtig gute Erfahrung für mich und auch sehr produktiv. Ich hatte einen gewissen Vorteil gegenüber anderen, da ich die Charaktere schon kannte – oder zumindest, wie sie zehn Jahre zuvor waren, aber ich habe dennoch den Großteil des Plots im November ausgefeilt und recherchiert.

Da ich ein langsamer Schreiberling bin – zumindest ohne Schlussdatum – und zuweilen sehr, sehr selbstkritisch werde und jeden neuen Satz sofort auseinandernehme, ehe ich überhaupt einen rohen Entwurf zustandebekomme, war der Nanowrimo definitiv etwas für mich, da ich eben irgendwann doch gewinnen wollte, und demnach auch mal was auf dem Papier lassen musste. Ich habe immer noch viel gelöscht und werde vor dem Veröffentlichen sicher auch noch mehr löschen, ersätzen, fehlende Szenen schreiben – aber die Erfahrung des Nanowrimo war finde ich, sehr wertvoll, und ich würde auch jedem empfehlen, bei Gelegenheit daran teilzunehmen.

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